An Bord von "Rescue 89 + 62"
Von JOACHIM PREUSS
| Für die Rheinische Post habe ich vor einigen Jahren eine Reportage über das Marinefliegergeschwader (MFG) 5 in Kiel Holtenau gemacht: Das sind unter anderem die SAR-Marineflieger und die Öljäger. Mit Kommandant Holger Sievers und seiner Crew, Co-Pilot Roland Lang, Navigator Arno Rotter und Bordmechaniker Jürgen Wachhorst (auf dem Bild von links), ging's zu einem Übungsflug über die Ostsee: ab- und aufwinschen inbegriffen. (Foto: Preuß |
![]() |
![]() | Kommandant Holger Sievers am Steuerknüppel seines Sea King MK 41. Daten: 9300 kg max., Reisegeschwindigkeit 180 km/h, max. 250 km/h, fünf Stunden Flugzeit (Foto: Preuß) |
| In der Navi-Ecke: Arno Rotter, der SAR-Operationsoffizier (,,Saro"), macht die Navigation und kann als sogenannter ,,Commander on scene"
die Koordination aller beteiligten Rettungskräfte übernehmen. Vor sich hat er einen Radarplotter, der mit einem Cursor die Position auf eine durchsichtige Seekarte projiziert. In der Hand hält er den ,,Drehmeier" - eine Navi-Rechenscheibe, mit der man sekundenschnell Abdrift und Vorhaltewinkel bestimmen kann. (Sowas gibt's übrigens auch für Segler.)
(Foto: Preuß) |
|
![]() |
Bordmechaniker Jürgen Wachhorst an der Winsch. Das Stahlseil ist 74 Meter lang. Mit dem Korb werden Verletzte geborgen. Aber auch Tote ,,gefischt". Während der Winschaktion dirigiert der eingepickte Bordmechaniker zielgenau den Piloten - der sieht nämlich nicht, was direkt unter ihm vorgeht. (Foto: Preuß) |
| Blick in die SAR-Leitstelle der Marine in Glücksburg. Die Funkbude mit Kartentisch liegt direkt neben dem Flottenkommandoraum (sieht aus wie bei der NASA in Houston, aber in Glücksburg durften keine Fotos gemacht werden) im Atombunker in vierzig Metern Tiefe. Die Leitstelle der Marineflieger koordiniert in Absprache mit der Seenotleitstelle Bremen (MRCC) der DGZrS die Einsätze der Luftfahrzeuge. (Foto: Preuß) |
![]() |