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Sailpress-Service: Alles über EPIRB's und SART's Wenn der letzte Strohhalm nur ein Knopfdruck weit weg ist... Es gibt im GMDSS-System drei Arten von Seenotfunkbaken (EPIRB=Emergency
Position Indicating Radio Beacon), die nicht nur per Funk Alarm auslösen,
sondern auch eine Ortung ermöglichen oder sogar den (GPS-)Ort
via Satellit der zuständigen Seenotleitstelle (MRCC, Maritime Rescue
Coordination Center) übermitteln.
Das sind die Not-Frequenzen der EPIRB's: 121,5 MHz = Flugfunk-Notfrequenz (Dienst wird am 1. Februar
2009 eingestellt) Sie wird von der zivilen Fliegerei, SAR-Einheiten
und COSPAS/SARSAT-Satelliten abgehört. Normale Schiffahrt: Fehlanzeige. ACHTUNG: Satelliten-Dienst wird am 1. Februar 2009 eingestellt. Wie Cospas-Sarsat im März 2007 mitteilt, wird der Betrieb der Satellitenauswertung des Alarmierungssystems auf den Flugfunknotfrequenzen 121.5/243 MHz zum 1. Februar 2009 eingestellt. Eigentümer von Notfunkbaken (Epirbs) sollten rechtzeitig Schritte einleiten ihre 121.5/243 MHz Baken gegen auf der Frequenz 406 MHz arbeitende Baken auszutauschen. Ein guter Zeitpunkt zum Wechsel ist nach Ansicht von Cospas-Sarsat der Zeitpunkt zum etwa alle fünf Jahre notwendigen Akkuwechsel.. Ab 2009 werden ausschließlich 406 MHz Satelliten- Notrufbaken durch das Cospas-Sarsat Satellitensystem unterstützt. Das betrifft alle im maritimen Bereich zur Anwendung kommenden Baken (EPIRBs), alle Luftfahrt-Baken (ELTs) und alle personenbezogenen Baken (PLBs). Die zusätzliche Ausstrahlung von 406 MHz Baken auf der Frequenz 121,5 MHz wird weiterhin zur Peilung des Standortes (Homing Device) durch SAR-Einheiten genutzt. Siehe auch COSPAS-SARSAT Weil die Geräte aber leicht und billig (z.B. MiniB 300 von ACR) sind, können sie auch in der Jackentasche mitgeführt werden, was zum Beispiel bei MOB-Manövern nützlich für die Retter ist. Es gibt dafür auch kleine handliche Peilempfänger. Aber auch bessere Funkpeil-Systeme für MOB.
243 MHz = militärische Notfrequenz (ACHTUNG:
Satelliten-Überwachungs-Dienst wird am 1. Februar 2009 eingestellt)
406 MHz = dient der Übermittlung von digitalen Notrufen inklusive MMSI-Nummer oder anderer Kennung an COSPAS/SARSAT-Satelliten. EPIRB's können von diesen Satelliten im Doppler-Verfahren geortet werden. Signale werden gespeichert und beim nächsten LUT-Überflug weitergegeben.
Das "International COSPAS-SARSAT Programme Agreement" wurde am 1. Juli 1988 in Paris von der damaligen Sowjetunion, den USA, Kanada und Frankreich gegründet. Mittlerweile sind dem Programm viele weitere Länder beigetreten, und von 1982 bis 2004 wurden durch das COSPAS – SARSAT - System insgesamt 17.117 Personen in 4.851 SAR-Einsätzen gerettet. Die russische Abkürzung COSPAS steht für Cosmicheskaya Sistyema Poiska Avariynich Sudow (Weltraumsystem für die Suche nach Schiffen in Seenot); die englische Abkürzung SARSAT bedeutet Search and Rescue Satellite - Aided Tracking (Satellitenortungssystem für den Such- und Rettungsdienst). Dazu navtec GmbH: "Eine 406,025 MHz und 406,028 MHz EPIRB haben Vorteile gegenüber den einfachen 121.5 MHz ELTs. Die Satelliten berechnen und speichern die ermittelte Position der EPIRBs und senden diese Position wenn sie eine Bodenstation überfliegen. Durch die umlaufenden Satelliten erreichen 406-MHz-EPIRBs eine globale Erfassung. Die 406 MHz EPIRB sollte mit dem Namen des Wasserfahrzeugs, MMSI, etc. programmiert werden. Dies ermöglicht den SAR Kräften eine Identifizierung des Havaristen.. COSPAS/SARSAT Transponder sind Nutzlasten von Wettersatelliten der USA, Rusland, Frankreich und Kanada. Das Prinzip der Positionsbestimmung über die Messung der Dopplerverschiebung des Empfangssignals bleibt beim COSPAS/SARSAT 406-MHz System erhalten, jedoch verwenden COSPAS/SARSAT EPIRBs hoch genaue Oszillatoren, sogenannte OCXOs (oven controlled crystal oscillators). Die hierdurch verbesserte Doppler Messung reduziert, in Abhängigkeit von der Satellitenposition und der Abdrift des Schiffes, den Positionsfehler auf 1 bis 50 NM. COSPAS/SARSAT Satelliten nutzen eine niedrige Umlaufbahn über die Pole. COSPAS/SARSAT EPIRBs verwenden ebenfalls einen Datensatz mit Schiffsnamen, Rufzeichen, etc. Diese EPIRBs müssen mit den Daten programmiert werden und ermöglichen im Notfall eine Identifikation des Fahrzeugs. Durch COSPAS/SARSAT konnte die Anzahl der Fehlalarme deutlich reduziert werden, sie ist jedoch immer noch sehr hoch. Ein großer Nachteil von Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen bleibt jedoch, dass der Notruf erst abgesetzt werden kann, wenn ein Satellitenaufgang erfolgt ist. In Abhängigkeit vom Breitengrad kann dies jedoch u.U. Stunden dauern. Die große Frequenzstabilität des 406 MHz EPIRBs Signals führt zu Fehlern bei der Positionsbestimmung von 1 bis 50 NM. Ein exakter Wert kann wegen der unbekannten und veränderlichen Geometrie zwischen EPIRB und Satelliten Umlaufbahn nicht angegeben werden. Aufgrund der Nutzung von Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen muß der Nutzer mit Verzögerungen von 15 Minuten bis 4 Stunden bei der Übermittlung des Notrufs an die SAR rechnen. COSPAS/SARSAT EPIRBs wie die navtec global-C plus EPIRB können mit GPS-Empfängern ausgerüstet sein. Dadurch wird die Positionsbestimmung wesentlich verbessert. Weiterhin kann das System zukünftig durch geostationäre Satelliten (GEOSAR) verbessert werden. Auch wenn die GEOSAR Satelliten verfügbar sind, wird die mangelhafte Abdeckung erhalten bleiben, da die Geometrie zwischen GEOSAR Satellit und COSPAS-SARSAT EPIRB Antennendiagramm zum Datenverlust führen kann."
Das Inmarsat-E/E+ System "1,6 GHz- L-Band-Bake) wurde
zum 1.12.06 abgeschaltet.
SART's sind Radarantwortbaken. Sie besitzen einen Breitbandempfänger
und - sender im Radar-Band (X-Band: 9,2 bis 9,5 GHz).
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