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Viele tausend Leserbriefe im Jahr
Mehrere tausend Leserbriefe erreichen
jede große Redaktion jährlich und unterstreichen damit die Bedeutung der
Tageszeitung als Informations-
und Meinungsforum: Leserbriefe sind sehr willkommen.
Die Redaktionen versuchen, dieser Bedeutung durch ein angemessenes
Platzangebot und eine sorgfältige,
möglichst zügige Bearbeitung gerecht
zu werden. Doch schon die bloße Zahl
macht deutlich, daß nicht alle Leserbriefe veröffentlicht werden können.
Auch ist manchmal ein Zeitverzug
zwischen Eingang und Veröffentlichung nicht zu vermeiden.
Gleichbehandlung ist das oberste
Gebot. Für den Umgang mit Leserbriefen gelten meist interne redaktionelle
Richtlinien:
- Jeder Leserbrief muss als solcher
gekennzeichnet werden ("Leserbrief") und vollständigen Namen,
Adresse sowie eine Telefonnummer
für Rückfragen enthalten. Leserbriefe
müssen handschriftlich unterschrieben sein.
- Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Maximale Länge: eine DIN-A4-Seite.
- Der Leserbrief sollte als
erstes einen Bezug nennen. Sollte dieser Bezug eine Veröffentlichung der jeweiligen Zeitung
sein: Überschrift und Veröffentlichungsdatum des Artikels, auf
den sich der Leserbrief bezieht.
- Leserbriefe ohne konkreten Bezug
oder erkennbare Rundbriefe werden
nicht veröffentlicht.
- Leserbriefe per eMail sind willkommen, benötigen jedoch zur Veröffentlichung ebenfalls vollständigen Namen, Anschrift und Telefonnummer.
- Anonyme Zuschriften werden
von ordentlichen Redaktionen grundsätzlich nicht veröffentlicht.
Das gilt auch für volksverhetzende,
rassistische und andere rechtswidrige
Inhalte wie Beleidigungen oder üble
Nachrede.
- Der Verfasservermerk
"Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt" wird prinzipiell nicht
verwandt, es sei denn, schwerwiegende Gründe sprechen dafür. Darüber
entscheidet die Redaktion.
- "Offene
Briefe" werden ebensowenig als Leserbriefe veröffentlicht wie direkt an
Dritte gerichtete Schreiben: Für den
Transport von Briefen ist die Post zu
ständig. ("Offene Briefe" werden bei
entsprechendem Nachrichtenwert
Gegenstand redaktioneller Berichterstattung.)
- Persönliche Streitigkeiten oder
Nachbarschafts-Auseinandersetzungen sind kein Thema für die Leserbrief-Seite, ebensowenig individuelle
Beschwerden, es sei denn, sie hätten
grundsätzlichen Charakter. Das festzustellen behält sich die Redaktion
vor.
Hier haben die "Profis" nichts zu suchen
Mandats- und Funktionsträger von
Parteien haben im redaktionellen Teil
ausreichend Gelegenheit, wahrgenommen zu werden. Der Leserbrief-Teil ist kein Ersatz- oder Nachhol-Tummelplatz öffentlicher Auseinandersetzungen und deswegen Bürgern
vorbehalten, die sich öffentlich in der
Regel nicht anderweitig äußern können. Dies gilt auch für Repräsentanten und Sprecher von Verbänden, Institutionen etc.
Um möglichst vielen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit zu
einer Meinungsäußerung per Leserbrief geben zu können, wird die Zahl
der Abdruckmöglichkeiten pro Autor
begrenzt. Faustregel: maximal ein
Brief per Autor und Monat.
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