AIS - fast wie ein Radar
AIS-Plotter bringt mehr Sicherheit für die Sportschifffahrt
FLINTBEK (SP) Auch ohne Radar können Sportschiffer künftig erkennen, welches Berufsschiff seinen Weg kreuzt: Das AIS (Automatisches Schiffsidentifizierungsssystem) macht's möglich. Über UKW-Funk tauschen spezielle Controler alle relevanten Navigationsdaten wie Position Kurs und Speed aus. Schrittweise müssen nach SOLAS bis Juli 2008 alle Berufsschiffe damit ausgerüstet werden. Neubauten haben es seit 2002 an Bord.
Für Sportboote gibt es ebenfalls die Möglichkeit, sich diese Daten anzeigen zu lassen. Der neue Nasa Marine AIS Radar Empfänger empfängt alle mit AIS gesendeten Daten, das heißt, man kann genau ablesen, wie schnell das Schiff ist, das auf einen zukommt, wie es heißt, wie groß es ist, welcher Schiffstyp, welche Position es hat, welchen Kurs es fährt und vieles mehr. Angezeigt werden diese Daten auf einem radarähnlichen LCD-Display, das mit 12 V arbeitet. Der AIS Empfänger benötigt eine zusätzliche UKW-Seefunkantenne sowie ein NMEA-fähiges GPS.
Er ist zu beziehen bei: Busse-Yachtshop unter: www.busse-yachtshop.de.
Der (Berufs-)Schiffsverkehr um einen herum
Ein AIS-Bildschirm: Pfeile stellen Richtung, Ort und Speed der Schiffe dar. Nützlich: Auch die MMSI-Nummer wird angezeigt.
Long range identification and tracking (LRIT) - Pflicht für alle Berufsschiffe
Long range identification and tracking (LRIT), zu deutsch etwa System zur Identifizierung und Verfolgung über große Entfernungen, ist eine Vorschrift für Schiffe, Identifikationsdaten über eine größere Entfernung als bisher auf Abfrage auszustrahlen.
Als Folge der erhöhten Sicherheitsanforderungen seit dem Jahr 2001 beschloss das Maritime Safety Committee (MSC) der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) im Mai 2006, neue Bestimmungen in das SOLAS Regelwerk zur Sicherheit der Schifffahrt aufzunehmen. Die Erweiterung betrifft nur das Verfahren und erfordert deshalb keine Anpassung der bestehenden Seerechtsübereinkommen (UNCLOS).
LRIT schreibt vor, folgende Identifikationsdaten auszustrahlen, die weltweit abgefragt werden können:
* Schiffsidentifikation
* Position
* Zeitpunkt
Ab dem 1. Juli 2008 müssen alle Wasserfahrzeuge ab 300 BRZ (engl.: Gross Tonnage) einschließlich Bohrinseln, mit LRIT ausgestattet sein, soweit sie nicht ausschließlich im AIS-Bereich operieren. Die Übergangsfrist zur Nachinstallation soll bis zum 30.06.2009 abgeschlossen sein. Die Europäische Union beabsichtigt allerdings nach einem noch festzulegendem Zeitplan auch die Schiffe LRIT-Pflichtig zu machen, die bisher nicht unter die IMO-Regelungen fallen, soweit sie zwischen verschiedenen Häfen verkehren.
Es ist also davon auszugehen, dass nahezu die komplette Berufsschiffahrt ausgestattet werden muss. Die Daten dürfen nur von den Schiffsbetreibern, den Hafenbetreibern und der Küstenwache innerhalb einer 1000 Seemeilenzone vor der Küste und Seenotrettungsdiensten (SAR) abgefragt werden. Darin unterscheidet sich LRIT von AIS. AIS sendet unverschlüsselt mit einer begrenzten Reichweite zur Verhinderung von Schiffskollisionen.
Technisch könnte der Dienst über das Global Maritime Distress Safety System abgewickelt werden, das über von den Satellitensystemen Inmarsat-C oder Iridium bereitgestellt wird.
Infos unter www.lrit.de (Seite von SatPro)
Infos bei der IMO: www.imo.org/Safety
Ein deutscher Anbieter für die LRIT-Technik
Kirchbarkau (SP) SatPro erfüllt nach eigenen Angaben mit seinen Systemen alle Voraussetzungen für das in der Berufsschifffahrt ab 2008/9 nach SOLAS Chapter V Pflicht werdende Long Range Identification and Tracking ( LRIT ) System. Erfolgreich abgeschlossen wurden umfangreiche Tests in Zusammenarbeit mit dem BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie).
„Wir sind sehr zufrieden mit den Testergebnissen. Durch unser Know-How sind wir derzeit als einzige Firma am deutschen Markt in der Lage, die gestellten Anforderungen des Abkommens technisch und vor allem kostengünstig umzusetzen“, so Oliver Schwab, Marketing Manager der SatPro.
Entgegen dem bereits bestehenden AIS-System muss durch das neue LRIT-System ein jederzeitiger Zugriff der Behörden auf einzelne Schiffe gewährleistet werden. Zeitpunkt und Häufigkeit müssen dabei stets frei von der anfordernden Behörde konfigurierbar sein. Des Weiteren ist eine schiffseitige Manipulation auszuschließen.
Als einziger deutscher Provider bietet SatPro neben dempreiswerten System auch Dienstleistungen über sein Rechenzentrum an.
Die SatPro Int. Ltd. & Co. KG ist ein nach eigenen Angaben führender Spezialist für satellitengestützte Ortung, Überwachung und Sicherung mobiler Güter. Als einziger offizieller Provider in Deutschland mit eigenem Rechenzentrum für den INMARSAT D+ Dienst hat sich SatPro ganz auf diese Technologie spezialisiert. Die eigene Entwicklungsabteilung liefert zusätzlich eine Vielzahl von individuellen Lösungen für Kunden weltweit.
Besonderes Augenmerk wird zusätzlich auf das Event-Management gelegt. Viele Organisatoren internationaler Events (Regatten, Rallyes etc.) nutzen das spezielle Know-How der Firma. So wurde z.B. auch die gesamte technische Abwicklung des Daimler Chrysler North Atlantic Challenge (DCNAC) über SatPro abgewickelt.
Infos: www.satpro.org
