Sailpress-Service: Zubehör-Tipps für Mitsegler
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Wer zum ersten Mal auf eine Hochseeyacht eingeladen wird, fragt meist: "Was muss ich mitnehmen, was muss ich beachten?"
Diese Liste soll neuen Mitseglern beim Koffer packen helfen.
sailpress.de-Foto: Guido Strupler
 

 

Bekleidung

Absolutes Muss: Schuhe mit heller Sohle, die keine (Karbon-)Bremsspuren auf dem Deck hinterlassen. Es müssen keine teuren Bootsschuhe sein. Billig-Treter mit weißer Gummi-Sohle gibt es bereits ab zehn Euro.

Noch'n Muss: Auf jeden Fall wasserdichtes preiswertes Ölzeug (Jacke, Hose müssen verschweißt sein - keine genähten "Friesennerze"), Gummistiefel. Für Nordeuropa sowie Mittelmeer im Frühjahr und Herbst sollten sie möglichst groß sein, damit noch warme Klamotten wie Sweatshirts und Pullover drunter passen.
Karibik: Es reicht völlig billiges Plastik, was es zum Beispiel in Minitaschen fürs Radfahren gibt.

Was noch?

(Segel-)Handschuhe (fürs Ankern reichen billige Arbeitshandschuhe), Jeans und langes Hemd für abends, wenn die Mücken kommen, Anti-Mücken-Ausrüstung (Autan), kurze Hose für tagsüber, Badezeug. Für die Karibik Polaroid-Sonnenbrille (für die ganz wichtige Augapfel-Navigation in Riffnähe) mit Bändsel, kleine wasserdichte Taschenlampe, Knipse, Filme und gute Laune.
Mütze gegen Sonnenstich. Wasserfestes Sonnenöl , das nicht schmiert und mit möglichst starkem Schutzfaktor (Blocker) ist ein absolutes Muss. Gegen ein verschmortes Fahrgestell beim Segeln hilft übrigens auch eine leichte Pyjama-Hose. Auch beim Schnorcheln sollte man zumindest den Oberkörper mit einem langen ollen Hemd schützen. Auf jeden Fall Badeschuhe mitnehmen (gerne die ganz billigen) gegen abgebrochene Seeigelstacheln am Strand. 
Auf dem Schiff, sollte es beim Ankern tatsächlich mal unbewacht bleiben, darf nichts Wertvolles zurückbleiben. Ein kleiner Rucksack, der auch gut fürs Handgepäck ist, leistet bei Landgängen gute Dienste. Sowas gibt es für wenig Geld auch in wasserdichter Ausführung.

Jeder denkt an ein Geschirrtuch (gewaschen, nicht neu)
Salzwasser ist sehr aggressiv, also kleine Pflaster und möglichst Wundsalbe (z.B Bepanthen Roche - auch gut bei Sonnenbrand; Beta-Isadona - gut bei Entzündungen) einstecken.

Seekrankheit - hinten kotzt man nicht

Wer Angst vor Seekrankheit hat, sollte vorher was einnehmen. Nur diese Klamotten helfen:
Cinnarizin (Dragees), Superpep-Kaugummis, Peremesin (Zäpfchen, hinten kotzt man nicht) und Scopoderm-TTS-Pflaster (für hinters Ohr).
Ingwer, der Walkman im Ohr oder spezielle Akupressur-Armbänder fürs Handgelenk sollen auch ganz gut sein.
Eher wird allerdings der flotte Otto zuschlagen. Da helfen Kohlekompretten (aber nur in wahrhaft rauhen Mengen - pro Dosis nen halbes Glas) oder, chemisch eben, "Imodium akut"-Kapseln. Wichtig: Elektolyte, um den Mineralien-Verlust wieder auszugleichen (z.B. Oral Pädon 240).
Eigene Medikamente müssen mitgenommen werden. Es kann Tage dauern, bis man einen Doc findet. Für den Fall, dass man so genannte "Funkärztliche Beratung" benötigt, sollten die Medikamente mit den Nummern des deutschen bzw. internationalen Verzeichnisses versehen werden. Dabei helfen spezielle Apotheken in Häfen, die auch Berufsdampfer ausrüsten..

 

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